Siloballen wickeln

So geht's

Rundballen und Siloballen richtig wickeln

Korrekt gewickelte Silo- und Rundballen sind die beste Voraussetzung für eine gute Silage. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen. Sollten Sie in der nachfolgenden Auflistung keine ausreichende Antwort auf Ihre Frage finden, schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne!

Wie viele Lagen sollte man um den Siloballen wickeln?

Ideal sind 6 Lagen für eine gute Silage. Damit sind auch größere und schwere Ballen optimal vor schnell wechselnden klimatischen Extremen wie Trockenheit, Starkregen, Gewitter und Hagel bestens geschützt.

Welche Folgen und Nachteile hat eine zu starke Dehnung der Folie beim Einwickeln?

  • reduzierte Foliendicke – geringere Durchstoßfestigkeit
  • schlechter Folienverbund – Sauerstoff und Feuchte können eindringen
  • Klebkraft sinkt – Folienende haftet nicht am Ballen
  • Deckkraft der Farbe geht verloren
  • Verlust des UV-Schutzes

Wie verhindert man Verluste in der Folienbreite, die dazu führen, dass die Wickelfolie beim Stretchen zu schmal wird?

  1. Prüfen Sie die Reduktion der Folienbreite, wenn sie den ersten Rundballen wickeln, bzw. 1x täglich, wenn Sie über mehrere Tage pressen und wickeln. Die Folienbreite sollte sich nicht um mehr als 20% reduzieren! Als Richtwerte für die maximale Reduktion gelten: 750 mm auf max. 600 mm, 500 mm auf max. 400 mm
  2. Bei mehr als 20% Reduktion: Geschwindigkeit der Verpackungsmaschine reduzieren.
  3. Beträgt der Breitenverlust trotzdem mehr als 20%, kontaktieren Sie den Hersteller Ihrer Verpackungsmaschine oder den Agrar-Experten von DUO PLAST. Er kann Ihnen eine optimale Wickelfolie für Ihre Maschine empfehlen.

 

Beschaffenheit des Schnittgutes

Welche Schnittlänge ist ideal für Gras-Silage?

Der Schnitt sollte nicht tiefer als 6-7 cm erfolgen. Tieferes Mähen birgt die Gefahr der Verunreinigungen mit Erde und Bakterien. Kontaminierte Silage hat schlechtere Nährwerte und gefährdet im ungünstigsten Fall die Tiergesundheit.

Wie hoch sollte der Trockenmassegehalt des Ausgangsmaterials sein, wenn man Siloballen wickeln möchte?

Der Trockenmassegehalt (TM) sollte 30-50% betragen. Je trockener das Ausgangsmaterial ist, desto stärker muss man pressen und verdichten, um eine hochwertige Silage zu erhalten.

Pressen & Wickeln

Warum sollte der Zeitraum zwischen Pressen und Wickeln maximal 2 Stunden betragen?

Die verhältnismäßig kurze Zeitspanne zwischen Pressen und Wickeln ist notwendig, um einen für die Milchsäuregärung optimalen Luftabschluss zu gewährleisten. Ideal sind Maschinen, die in einem Arbeitsgang pressen und wickeln können.

Welche Bedingungen sind für das Pressen & Wickeln von Siloballen ideal?

Die Elastizität und Klebwirkung der Folie kann durch extreme Umgebungstemperaturen beeinträchtigt werden. Siloballen-Wickeln erfolgt daher idealerweise bei:

  • max. 35°C Außentemperatur
  • im Schatten
  • nicht bei Regen oder extremer Trockenheit

Was sollte man vor und während des Einwickelns beachten?

  • nur einwandfreie Folienrollen ohne Beschädigung verwenden (Achten Sie auf die Kanten!)
  • klebende Seite zum Ballen positionieren
  • Vorstreckung Rundballen 55-70%, bei Quaderballen bis 65%
  • Überlappung 50%
  • mind. 6 Lagen wickeln

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Lagerung von Silo-/Rundballen

Auf welcher Seite sollen gewickelte Ballen gelagert werden?

Auf der flachen Seite. Das hat folgenden Grund: Die flache Seite enthält mehr Wickelungen und damit mehr Folie. Diese dickere Folienschicht schützt besser vor Beschädigung durch Stoppeln bei Lagerung auf dem Feld sowie vor Hagel, Sonne etc. Ein weiterer Vorteil: Der Rundballen bleibt besser in Form und kann leichter transportiert werden.

Wie sollte der Untergrund für die Lagerung von Silo- und Rundballen beschaffen sein?

Möglichst ohne große Überreste von Pflanzen, da Stoppeln beim Ablegen des Ballens kleine Löcher in die Folie stechen können. Der Untergrund sollte daher entsprechend vorbereitet werden. Idealerweise ist er befestigt. Schutz bietet auch eine gebrauchte Silofolie als Unterlage.

Wo sollte man fertig gewickelte Ballen lagern?

Der ideale Lagerplatz sieht folgendermaßen aus:

  • Schattig, bzw. mit geringer UV-Einstrahlung
  • mit leichtem Gefälle
  • bedeckt mit Schutzabdeckungen, -gittern oder -netzen

Dafür gibt es folgende Gründe:

  • UV-Strahlung greift die Folie an – die Haltbarkeit der Folie verringert sich.
  • Die UV-Strahlung führt zu einer starken Erhitzung des Futters – die Futterqualität leidet.
  • In Senken gelagerte Ballen können bei Starkregen oder Schneeschmelze längere Zeit im Wasser stehen – das Futter kann verderben.

Was macht man bei kleinen Schäden an der Folie?

Schäden, die beim Transport oder der Lagerung entstanden sind, sollten so schnell wie möglich mit UV-beständigem Silofolien-Tape verschlossen werden. Dieses ist im Fachhandel erhältlich.

Wie schützt man gewickelte Ballen vor Beschädigungen durch Tiere?

Vögel, Nagetiere, Damwild etc. können winzige, mit dem bloßen Auge kaum erkennbare Löcher in der Folie verursachen. Sie sind Eintrittspforten für Luft, Feuchtigkeit und Wasser, die Schimmelbildung und unerwünschte Säuren begünstigen. Spezielle Siloabdeckungen und -schutznetze sichern die Ballen zuverlässig vor Vogelschäden, minimieren Sonneneinstrahlung und können über viele Jahre wiederverwendet werden.

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Futterqualität sichern

Wie kann man Oberflächenschimmel auf zumeist trockenem Siliergut verhindern?

Ursächlich für Verfärbungen an der Ballenoberfläche ist häufig Kondensation zwischen Folie und Futter. Diese wird u. a. durch drastische Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht hervorgerufen, wie sie in Nordeuropa typisch sind. Das Risiko für innere Kondensation lässt sich beim Siloballen-Wickeln vermeiden, wenn folgende Erfahrungen von Landwirten aus Nordeuropa und USA berücksichtigt werden:

Doppelt so viele Wicklungen wie unter optimalen Bedingungen für trockenes Futter verwenden
Mehr als doppelt so viele Lagen für Trockenfutter, das viel Luft einschließt, z. B. Alfalfa, trockene Luzerne

Mehrere Lagen erfüllen die gleiche Funktion wie Doppelverglasungen bei Fenstern: Kondensation im Inneren des Raumes wird verhindert. Wenn beim Wickeln alle Einflussgrößen wie Trockenmassegehalt des Futters, Anzahl der Folienlagen, Vorstreckung etc. optimal aufeinander abgestimmt sind, verringert sich das Risiko für Schimmelbildung.

Lagerung von Folienrollen

Wie müssen Folienrollen gelagert werden?

Damit Silofolie ihre Produkteigenschaften behält, muss sie bei Temperaturen von 15-30°C und vor UV-Strahlung geschützt gelagert werden – idealerweise in der Originalverpackung. Übermäßige Sonneneinstrahlung oder Hitze kann dazu führen, dass die Folie brüchig wird.

Wie lange kann man Folienrollen verwenden?

Als Folienhersteller gewährleisten wir die Produkteigenschaften für 12 Monate ab Lieferdatum. Idealerweise wird die Folie innerhalb dieses Zeitraums verwendet.

Was kann passieren, wenn Folien falsch gelagert werden?

Eine verkehrte Lagerung kann Probleme beim Siloballen-Wickeln verursachen, z. B. Blockierungen.

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