Einstretchen – optimale Ladungssicherung

Verpackungswissen

Paletten stretchen kompakt in 60 Sekunden

  • Beim Einstretchen werden Paletten und Waren mit Stretchfolie umwickelt.
  • Mit Stretchfolie gesicherte Paletten bilden eine stabile Ladeeinheit, wenn sie richtig gewickelt sind.
  • Gut gestretchte Palettenware ist gegen Verschmutzung, Feuchtigkeit und ein Verrutschen während des Transports gesichert.
  • Eingestretcht wird manuell mit Hand-Stretchfolien oder maschinell mit Maschinenstretchfolien mittels speziellen Folien-Verpackungsmaschinen.
  • Für das Einstretchen werden Blasfolienoder Castfolien
  • Das Stretchen mit Blasfolien ist besonders sicher, da sie sich in Längs- und in Querrichtung dehnen lassen.

Was bedeutet Paletten einstretchen?

Mit dem Begriff „einstretchen“ oder „stretchen“ bezeichnet man das Umwickeln von Waren und Paletten mit Stretchfolie zur Herstellung einer stabilen Ladeeinheit. Diese Form des Verpackens bzw. der Ladeeinheitensicherung wird weltweit beim sicheren Transport von Palettenware per LKW, Bahn, Flugzeug und Schiff genutzt.

 

Welche wirtschaftlichen Vorteile hat das Einstretchen?

  • Kostengünstige Verpackung. Im Gegensatz zu Schrumpffolien ist keine zusätzliche Energie (Gas oder Strom) und Zeit für das Erhitzen der Folie erforderlich.
  • Hohe Arbeitssicherheit. Kein Hantieren mit Schrumpfpistole und Gasflasche.
  • Enorme Flexibilität. Mit Stretchfolie lassen sich auch ungleich gepackte Paletten leicht und sicher verpacken.

Welche Folie eignet sich zum Einstretchen von Paletten?

Zum Paletten einwickeln werden Stretchfolien verwendet. Man unterscheidet dabei zwei Folientypen nach ihrem Herstellungsverfahren: Blasfolien und Castfolien. Castfolien lassen sich nur in Längsrichtung dehnen, Blasfolien in Längs- und Querrichtung. Dadurch sind Blasfolien hochwertiger und sicherer.

Welche Handlungsempfehlungen gibt die Initiative ProStretch?

Die Initiative ProStretch der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. hat im Jahr 2020 eine Handlungsempfehlung für das manuelle Stretchen von Paletten mit Handstretchfolie erstellt. Die Empfehlungen stellen Mindestanforderungen dar. Sie lassen sich daher nicht auf alle Packsituationen übertragen. Denn letztlich ist die ideale Wicklung lt. Handlungsempfehlung „immer ladeeinheitenspezifisch in Abhängigkeit von den Produkten, dem Palettenbild, der Palettenhöhe und dem Palettengewicht“.

Paletten einstretchen: Worauf muss man achten?

Hochwertige Stretchfolien bieten ein Plus an Sicherheit. Wer an der Folienqualität spart, riskiert weniger stabile Ladeeinheiten und Transportschäden. Wer eine möglichst kostengünstige Verpackung mit einem hohen Ladungssicherungswert benötigt, sollte sich daher bezüglich der Folien- und Maschinenauswahl für die spezifischen Anforderungen beraten lassen.

Gute Einweisung von stretchenden Personen

Wer seine Ladung manuell mit Handstretchfolie einstretchen möchte, findet im Internet eine Reihe von Handlungsanweisungen. Diese geben einen guten Überblick über allgemeine Prinzipien wie überlappendes Wickeln, Überlappungsgrad, Kopf- und Fußwicklungen uvm. Diese Anleitungen bieten allerdings nur eine grobe Orientierung. Grundvoraussetzungen für ein wirtschaftliches Einstretchen von Waren ist eine gute Einweisung des stretchenden Personals und eine für das Handstretchen optimierte Folie. Dann gelingt das Einstretchen nach etwas Übung leicht, rasch und zuverlässig. Im Vergleich zu maschineller Wicklung kann man mittels einer Handwicklung ein festgelegtes Schema nicht einwandfrei reproduzieren. Geübtes und gut eingewiesenes Personal ist deshalb immens wichtig, um die Schemata so gut als möglich konform auszuführen.

Für ein optimales Stretchergebnis, d. h. eine stabile Ladeeinheit, müssen weitere wichtige Faktoren berücksichtigt werden, die auch für das maschinelle Einstretchen mit halbautomatischen und vollautomatischen Palettenwicklern gelten.

Homogenität der gepackten Palette

Eine Palette mit bspw. Kartons der gleichen Größe und einer lotrechten Packlinie, lässt sich mit Stretchfolie leichter zu einer stabilen Ladeeinheit verbinden als eine heterogen gepackte Palette, aus vielen Stückgütern mit unterschiedlicher Materialbeschaffenheit, Größe und Gewicht. Letzteres kommt häufig bei kommissionierten Waren im Einzel- und Großhandel vor.

Welche Folie ist im jeweiligen Fall die richtige und was muss man beim Wickeln beachten? Hier sollte man eher auf die Expertise von Stretchfolien-Herstellern setzen als auf allgemeine Anleitungen. Denn wer die richtige Technik mit der richtigen Folie beherrscht, sichert nicht nur die Ladeeinheit optimal, sondern spart auch noch Zeit, Geld und Ressourcen durch effizientere Wicklungen.

Gewicht der Packgüter

Das Gewicht der Packgüter hat einen enormen Einfluss auf die zu wählende Folienausführung und Wicklungsvariationen. Ob auf einer Palette für den Transport Schaumstoffe verpackt werden sollen oder Dachziegel, am Ende muss es in jedem Fall eine stabile Ladeeinheit ergeben. Aber wie macht man das richtig? Dazu gibt es kaum allgemeingültige Aussagen. Hilfe bieten Experten für Ladungssicherung und Ladeeinheitenprüfung. Sie wissen, welches die richtigen Stretchfolien für die jeweilige Packsituationen sind.

Mithilfe verschiedener Prüftechnologien können sie Transportbedingungen simulieren und so zusätzlich Einsparpotenziale bei der Folienstärke ermitteln. Mit dem nötigen Know-how lassen sich Sicherheit, Ressourcenschonung und Wirtschaftlichkeit beim Verpacken in Einklang bringen.

Robustheit bzw. Empfindlichkeit der Umverpackungen

Beim Stretchen ist es nicht nur wichtig, eine stabile Ladeeinheit herzustellen, sondern auch die Umverpackungen und Sekundärverpackungen nicht zu beschädigen. Ansonsten könnte es bspw. passieren, dass der Warenempfänger die Annahme verweigert. Das verursacht nicht nur unnötigen Ärger und belastet die Geschäftsbeziehungen, sondern zieht zusätzliche Kosten für doppelte Transportwege, Warenaustausch, Neuverpackung, Reinigung, Organisation uvm. nach sich und belastet auch noch die Umwelt. Damit die Ladung optimal gestretcht werden kann, müssen Stretchfolie, Wickelparameter, Wickelmaschinen und die Art der palettierten Waren bestmöglich aufeinander abgestimmt sein.

Risiken einer elektrostatischen Aufladung

Konventionelle Palettenstretchfolien laden sich während der Verarbeitung weniger oder mehr elektrostatisch auf. Deshalb können sie nicht risikolos für die Verpackung hoch empfindlicher Elektrotechnik eingesetzt werden oder in Bereichen, in denen bspw. mit brennbaren Stoffen hantiert wird. Für folgende Situationen empfehlen sich spezielle antistatische Folien:

  1. Ladungen, die in sensiblen Bereichen verpackt werden (bspw. ex-Schutz).
  2. Verpackung von Waren, die durch Aufladung einen Schaden nehmen.

Ideale Maschinenkonfiguration

Es gibt halbautomatische Stretchwickler bspw. mit Drehteller, die von Mitarbeitern über eine programmierbare Steuereinheit bedient werden, halbautomatische Stretchroboter mit voreingestellten Wickelprogrammen und vollautomatische Maschinen. Alle Maschinen müssen exakt konfiguriert werden. Nur wenn alle Parameter richtig eingestellt sind, kann die Palette hoch effizient zu einer stabilen Ladeeinheit gestretcht werden.

  • Möglichkeit zur Vorreckung der Folie
  • kompatible Maschinen-Stretchfolie
  • korrekte Anlegespannung
  • richtiger Überlappungsgrad
  • korrekte Anzahl der Fuß-, Mittel- und Kopfwicklungen

Welche Folgen kann ein mangelhaftes Einstretchen von Paletten haben?

Was kann passieren, wenn Paletten nicht mit der richtigen Folie und der richtigen Technik eingestretcht werden? Hier einige Beispiele:

  • Eingedrückte Verpackungen aufgrund einer zu straffen Wicklung – vermeidbar, wenn Verpackungsmaschine und Folie aufeinander abgestimmt sind.
  • Warenverlustedurch umgekippte Ladung, z. B. aufgrund minderwertiger Stretchfolien – vermeidbar durch geprüfte Folienqualitäten und Verpackungsprüfungen
  • Rost an Konservendosenaufgrund von Kondenswasserbildung – vermeidbar durch gelochte Stretchfolien.

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Ist Paletten einstretchen Pflicht?

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Es gibt Gesetze, die vorschreiben, dass Ladungen ordnungsgemäß gesichert sind.

  • 412 Abs. 1 HGB

Soweit sich aus den Umständen oder der Verkehrssitte nicht etwas anderes ergibt, hat der Absender das Gut beförderungssicher zu laden, zu stauen und zu befestigen (verladen) sowie zu entladen. Der Frachtführer hat für die betriebssichere Verladung zu sorgen.

  • 22 StVO

Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin-und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.

Risiken unzureichender Ladungssicherung

Gerade im Straßenverkehr spielt Transport- und Ladungssicherung eine große Rolle. Mehr als 150 Verletzte waren laut Statista im Jahr 2019 durch falsche Ladungssicherung auf Güterkraftfahrzeugen zu beklagen. Hinzu kommen enorme wirtschaftliche Schäden. Solche Unfälle könnten vermieden werden. Daher hat der Gesetzgeber weitreichende Richtlinien und Vorgaben erlassen. Richtig eingesetzte Stretchfolie leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit. Auch ein Arbeitgeber muss Unfallverhütungsvorschriften einhalten. Dazu gehört u. a. die richtige Sicherung von Ladeeinheiten!

Richtlinien für die Ladungssicherung mit Stretchfolie

Zu den wichtigsten Vorschriften für die korrekte Ladungssicherung mit Stretchfolie gehören die Direktive 2014/47/EU, EUMOS 40509 und VDI 3968 Blatt 5:

  • Folien sollten in Abhängigkeit von der Warenbeschaffenheit der Ladeeinheit gewählt werden. Hilfestellungen dazu finden sich in VDI 3968, Blatt 5.
  • Die maximal zulässige Deformation und Verschiebung der Ladeeinheit in Abhängigkeit von der Ladeeinheitenhöhe ist in EUMOS 40509

Experten-Know-how bietet hohe Sicherheit

Wer beim Einstretchen von Paletten auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte auf eine gute Folienqualität, eine korrekte Folienstärke, eine optimale Dehnbarkeit sowie die richtige Wickeltechnik setzten. Experten für Ladungssicherung und Verpackungsoptimierung bieten geprüfte und rechtssichere Lösungen.

Wer ist verantwortlich für korrekt gestretchte Paletten?

Grundsätzlich sind alle Personen, die mit der Verladung oder Beförderung von Gütern beauftragt werden, auch verantwortlich für die Ladungssicherung. Dies sind Fahrzeughalter, Fahrer sowie Absender und Verlader. Für alle können sich bei Missachtung von Vorschriften Rechtsfolgen aufgrund des öffentlichen Rechts und des Zivilrechts ergeben.

Die EU-Richtlinie 2014/47/EU besagt

  • in Absatz 17: „Alle am Logistikprozess beteiligten Akteure, beispielsweise Verpacker, Verlader, Verkehrsunternehmen, Betreiber und Fahrzeugführer, sind daran beteiligt, für das ordnungsgemäße Verpacken der Ladung und deren ordnungsgemäße Verladung auf ein geeignetes Fahrzeug zu sorgen.“ Wer also vom Bundesamt für Güterverkehr (BAG) kontrolliert wird, sollte nachweisen können, dass er seiner Verantwortung gerecht geworden ist und die Ladeeinheiten richtig verpackt sind.
  • In Absatz 16: „Die Ladungssicherung ist für die Straßenverkehrssicherheit von höchster Bedeutung. Daher sollte die Ladung so gesichert sein, dass sie den beim Einsatz des Fahrzeugs im Straßenverkehr auftretenden Beschleunigungen standhalten kann. Aus praktischen Erwägungen sollten die bei diesen Beschleunigungsvorgängen auftretenden Massenkräfte – als auf den europäischen Normen beruhende Grenzwerte – herangezogen werden. Das an der Prüfung der Ladungssicherung beteiligte Personal sollte für diesen Zweck angemessen geschult sein.“

DUO SHAPE

Vorgedehnte Maschinenstretchfolien

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  • innen haftend, außen glatt
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  • geeignet für Halb- und Vollautomaten
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DUO DOPPELKANTE

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  • für höchste Palettensicherheit
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DUO POWERSTRETCH

Hohe Dehnfähigkeit

  • Stärken: 10 - 28 µm
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  • mit mehr als 300 % Vordehnung
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DUO X.5

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  • minimaler Folienverbrauch
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  • vorgedehnt
  • volle Nutzbreite
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  • Breite: 500 mm, Länge der Rolle: 300 - 500 m
  • transparent, bedruckt, farbig, z.B. als Handstretchfolie in schwarz
  • auch vorgedehnt, antistatisch, UV-stabilisiert
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DUO ROBUSTA S1

Starke Haube

  • 50 μm - 150 μm
  • <70 % Vordehnung
  • natur transparent, weiß, eingefärbt, bedruckt
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DUO ROBUSTA F1

Flexible Stretchhaube

  • 50 μm - 150 μm
  • bis 100 % Vordehnung
  • natur transparent, weiß, eingefärbt, bedruckt
  • Sonderausführungen: UV-stabil, antistatisch
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DUO ROBUSTA E5

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  • 70 μm - 150 μm mit 30 % PCR
  • < 50% Vordehnung
  • natur transparent, weiß, eingefärbt, bedruckt
  • Sonderausführungen: UV-stabil, antistatisch
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