ISCC-Zertifizierung Kunststoff

Verpackungswissen

ISCC-Zertifizierung auf einen Blick

  • ISCC ist ein global verwendetes, freiwilliges Zertifizierungssystem für Nachhaltigkeit.
  • EU-Verordnungen bilden die Grundlage für Kriterien und Standards des ISCC.
  • Der ISCC-Standard wird kontinuierlich mit verschiedenen Anspruchsgruppen weiterentwickelt.
  • Alle 5 Jahre wird der Standard einer Überprüfung durch die EU unterzogen.
  • Voraussetzung für eine Zertifizierung ist eine lückenlose Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette.

DUO PLAST ist Ihr ISCC PLUS-zertifizierter Partner für nachhaltige Stretchfolien in den Bereichen Ladungssicherung, Lebensmittel und Agrar.

Was ist ISCC?

ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) ist das erste international anerkannte Zertifizierungssystem für nachhaltige, abholzungsfreie und rückverfolgbare Lieferketten von Rohstoffen. Dazu zählen Stoffe biogenen und nicht biogenen Ursprungs, Brennstoffe, Abfall- und Restrohstoffe sowie recycelte Kohlenstoffmaterialien, z. B. aus Kunststoffen. ISCC ist global anerkannt und kann für alle Märkte in den Bereichen Lebens- und Futtermittel, Biochemie und Bioenergie eingesetzt werden. Die Zertifizierung erfolgt über unabhängige Zertifizierungsstellen.

Wer hat das ISCC-System entwickelt?

ISCC wurde in einem gemeinsamen Prozess mit mehr als 250 verschiedenen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) aus der ganzen Welt entwickelt. Dazu zählten internationale Verbände, NGOs und Forschungsinstitutionen ebenso wie Unternehmen. Im Dialog mit den Stakeholdern wird das System kontinuierlich weiterentwickelt.

Seit wann gibt es ISCC?

  • 2006 – Festlegung von Nachhaltigkeitskriterien für die Erzeugung von Bioenergie und Kraftstoffen aus Biomasse mit Beteiligten aus Landwirtschaft, Industrie, NGO und Handel
  • 2010 – Die ersten Unternehmen werden nach ISCC-Standard zertifiziert
  • 2011 – Anerkennung des ISCC EU-Standard für Biomasse und Biokraftstoffe durch die Europäische Kommission
  • 2012 – Zertifizierung weiterer Branchen (Lebensmittel, Futtermittel, technisches und chemisches Material, z. B. Bio-Kunststoffe oder Verpackungen) nach ISCC PLUS
  • 2015 – Anerkennung der ISCC-Zertifizierung durch die SAI(Sustainable Agriculture Initiative Platform)

Was ist der Unterschied zwischen ISCC, ISCC EU und ISCC Plus?

  • ISCC bezeichnet das Nachhaltigkeitszertifizierungssystem.
  • ISCC EU ist der von der Europäischen Kommission anerkannte Standard für die Gewinnung von Bioenergie aus Biomasse. Er beruht auf der Europäischen Erneuerbare Energien Richtlinie (EU RED II) und der EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie.
  • ISCC PLUS wird weltweit als Nachweisinstrument für alle Arten von Biomasse und ihre Derivate (chemische Verbindung, die aus einer anderen entstanden ist) verwendet.
  • Welche Anforderungen stellt ISCC PLUS an Erzeuger, Lieferanten und Produzenten?

Die Kriterien und Anforderungen an ISCC PLUS-zertifizierte Unternehmen leiten sich aus den aktuellen Richtlinien der Europäischen Union ab. Da die Standards des ISCC fortlaufend an die Ziele und Vorgaben der EU angepasst werden, sind auch die zertifizierten Unternehmen dazu aufgefordert, ihre Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Ressourcen entlang der Lieferkette kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ziel der Europäischen Union ist es, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 auf Null zu reduzieren, die globale Verschmutzung durch Einwegverpackungen aus Kunststoff zu minimieren und Kreislaufwirtschaft zu fördern.

 

ISCC PLUS-Nachhaltigkeitsanforderungen und -prinzipien

Im ISCC PLUS 3.3 von 2021 sind die Nachhaltigkeitsprinzipien wie folgt beschrieben (Google-Übersetzung des englischen Originals):

„1. Schutz von Land mit hohem Biodiversitätswert oder hohem Kohlenstoffbestand

  1. Umweltverträgliche Produktion zum Schutz von Boden, Wasser und Luft
  2. Sichere Arbeitsbedingungen
  3. Einhaltung von Menschen-, Arbeits- und Landrechten
  4. Einhaltung von Gesetzen und internationalen Verträgen
  5. Gute Managementpraktiken und kontinuierliche Verbesserung“

 

ISCC-Zertifizierung aller Beteiligten in der Lieferkette

Sie gewährleistet die lückenlose Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprungsort.

Das garantiert Nachhaltigkeit bspw. für den Abfallmarkt, Land- und Fortwirtschaft aber auch im Bereich der recycelten Kohlenstoff- und Kraftstoff-Materialien. Rohstoffe im Energie- und Chemiesektor, sowie im Futter- und Lebensmittelbereich ebenso wie Materialien für technische Anwendungen können gleichermaßen einwandfrei, meist im Rahmen eines Nachhaltigkeitskonzeptes, auf jeder Stufe überprüft werden.

 

ISCC-PLUS Add-ons für bestimmte Nachhaltigkeitsaspekte

Neben den Mindeststandards können Firmen weitere Aspekte zertifizieren lassen – je nach individuellen Branchenerfordernissen und Engagement in Sachen Nachhaltigkeit.

Nur Landwirtschaft

  • Umweltmanagement und Biodiversität
  • Verzicht auf gefährliche Chemikalien

 

Entlang der gesamten Lieferkette

  • Berechnung und Überprüfung von Treibhausgasemissionen
  • Berechnung der Menge von Verbrauchsgütern (Wasser, Elektrizität, Treibstoffe etc.), Biomasse, Transport, Vertrieb
  • Kulturpflanzen ohne gentechnische Veränderung (GMO-frei) für Lebensmittel
  • GMO-freie Pflanzen für technische Anwendungen
  • Einhaltung von Kriterien für die Produktion von Strom und Wärme aus Biogasanlagen

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Werden die ISCC-Kriterien regelmäßig überprüft?

Alle fünf Jahre werden die ISCC-Standards und das System durch die Europäische Kommission geprüft. In diesen Prozess fließen neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch Best Practices und das Feedback verschiedener Interessengruppen (Stakeholder) ein, z. B.

  • Rohstofflieferanten und -produzenten
  • Handel, Logistik und Verbraucher
  • NGOs und soziale Institutionen
  • Wissenschaft & Forschung
  • Öffentlicher Sektor

Der ISCC ist also ein nachhaltiges Zertifizierungssystem, das von den Entwicklungsmitgliedern in einem organisierten Prozess fortlaufend weiterentwickelt wird. Verantwortlich für die Koordination und Leitung ist die ISCC Association e.V.

Was gehört zu einer ISCC PLUS-Zertifizierung für Kunststoff?

Zertifizierung von Rohstoffen

Eine Zertifizierung von Rohstoffen im Rahmen der ISCC PLUS bedingt den eindeutigen Nachweis aller relevanten Nachhaltigkeitskriterien für alle wirtschaftlich Beteiligten. Mit Rohstoffen sind für den Bereich Kunststoff Materialien gemeint, die biobasiert oder aus Land-/Forstwirtschaft gewonnen werden. Aber auch Mischkunststoff-Abfälle, die einem (chemischen) Recyclingprozess unterzogen wurden.

Dokumentations- und Nachweispflicht

Dokumentation und Nachweispflicht im Rahmen einer ISCC PLUS Zertifizierung gelten in Europa genauso und in gleichem Maße, wie in Nord- sowie Südamerika als auch im asiatisch/pazifischen Raum. Die ISCC PLUS Zertifizierung umfasst hierbei genaue Informationen zum Produkt ebenso wie detaillierte Erklärungen zur Rohstoff-Herkunft. Bspw. Rohöl aus Raps, Anbauland bzw. bei Abfällen die Angabe des Landes, aus welchem diese stammen oder Angabe der genauen Sammelstelle. Dokumentiert werden daneben auch die entsprechenden materialbezogenen Treibhausgasemissionen.

Nachhaltigkeitserklärungen gemäß definierter Standards

Nur ein ISCC (PLUS) zertifiziertes Unternehmen darf Nachhaltigkeitserklärungen für seine Produkte und Rohstoffe ausstellen, die diese gemäß dem definierten Standard ausweist. Alle erforderlichen Nachweise müssen in entsprechenden Erklärungen dokumentiert sowie entlang der gesamten Lieferkette weitergegeben werden. So ist sichergestellt, dass nicht nachhaltige Materialien keinesfalls in den Kreislauf integriert werden.

Fazit: Nachhaltigkeit über den gesamten Prozess gewährleisten

Zu einer ISCC PLUS Zertifizierung für Kunststoff gehört also, von der Rohstoffgewinnung bis hin zum Endprodukt, die Zusammenarbeit nachhaltig ausgerichteter Unternehmen, die die Fertigung oder Verarbeitung von nachweislich nachhaltigen Produkten oder die Erfüllung bestimmter Quoten im Rahmen einer Massenbilanzierung dokumentieren, umsetzen und fördern.

Welche Vorteile bringt eine ISCC PLUS-Zertifizierung im Bereich Kunststoff?

Hohe Glaubwürdigkeit

Das ISCC PLUS-Zertifikat hat sich als weltweit anerkannter, verlässlicher Standard durchgesetzt. ISCC akzeptiert beispielsweise keine Systemabweichungen und damit auch keine Entschädigungsleistungen bei Verstößen. Glaubwürdigkeit und Sicherheit werden durch Kontrollsysteme für ISCC-zertifizierten Unternehmen und Zertifizierungsstellen gewährleistet, sogenanntes Greenwashing ist nicht möglich.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Die Systeme und Standards des ISCC werden in einem kooperativen Prozess mit unterschiedlichsten Stakeholdern weiterentwickelt. Die Berücksichtigung von internationalen Standards und Normungen gewährleistet dabei eine hohe Kompatibilität mit anderen Kontrollsystemen für Qualität, Risk-Management etc.

Stärkung von Kreislaufwirtschaft

ISCC fördert den Ansatz der Circular Economy. Abfallstoffe sollen recycelbar sein, sodass man sie wiederverwerten oder weiterverarbeiten kann. Nicht zur Kreislaufwirtschaft gehört die Verbrennung von Rest- und Abfallstoffen zur Energiegewinnung. Kunststoffe, die rezykliert werden können, leisten einen entscheidenden Beitrag zur Ressourcenschonung. Das Risiko der Umweltverschmutzung wird verringert, ebenso Umweltbelastungen durch Müllverbrennung oder Deponierung.

Nachprüfbarer Umweltschutz

Mit einer ISCC-PLUS Zertifizierung dokumentieren Unternehmen gegenüber Kunden und Partnern ihr Engagement für Nachhaltigkeit, für Klima- und Umweltschutz, für eine Verringerung von CO2-Emissionen, für sozial verträgliches Handeln und die Förderung einer nachhaltigen Circular Economy – und das über die gesamte Lieferkette.

Stärkung nachhaltiger Kooperationen

Eine ISCC PLUS-Zertifizierung ist ein Nachhaltigkeits-Gütesiegel mit hoher Vertrauenswürdigkeit gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Es erleichtert das Finden von Kooperationspartnern mit starker Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmensführung und ist für kleine, mittlere und große Unternehmen gleichermaßen geeignet.

Wie erfolgt die ISCC PLUS-Zertifizierung?

Vorbereitung

  • Auswahl und Beauftragung einer anerkannten ISCC-Zertifizierungsstelle.
  • Online-Registrierung bei ISCC. Damit wird die ISCC-Registrierungsnummer vergeben.
  • Unternehmensinterne Verantwortlichkeiten zuordnen und entsprechend eine Arbeitsgruppe für den Auditierungsprozess zusammenstellen. Abstimmung des zeitlichen und inhaltlichen Rahmens mit dem Auditorenteam.
  • Bei erstmaligem Audit ist ein Voraudit empfehlenswert, um noch vorhandene Schwachpunkte aufzudecken und vor der Auditierung zu beseitigen.

Durchführung

  • Prüfung, ob Anforderungen der ISCC-Standards erfüllt werden
  • Feedback nach dem Audit

Abschluss

  • Verfassen des Audit-Berichts durch den Auditor
  • Korrekturen bei unzureichend erfüllten Standards innerhalb von 40 Tagen
  • Nachkontrolle von Korrekturmaßnahmen
  • Vergabe des ISCC PLUS-Zertifikats, wenn alle Kriterien erfüllt wurden

Gültigkeitsdauer des ISCC-Zertifikats

Das ISCC-Zertifikat ist ein Jahr gültig. Vor Ablauffrist erfolgt eine erneute Prüfung bzw. Rezertifizierung.

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