Monofolien

Verpackungswissen

Was sind Monofolien?

Monofolien sind Folien, die aus nur einer Schicht und üblicherweise auch aus Monomaterial bestehen. Neben Weich-Polyethylen (Low Density Polyethylen – LDPE) und Hart-Polyethylen (High Density Polyethylen – HDPE) kommen noch Polypropylen (PP) und Polyamid (PA) zum Einsatz. Mischungen sind allenfalls innerhalb der eigenen Materialklasse möglich, zum Beispiel als PE-LD (Low Density Polyethylen), PE-LLD (Linear Low Density Polyethylen) oder PE-HD (High Density Polyethylen). Die Benennung ist in ISO 1043, Kennbuchstaben und Kurzzeichen für Kunststoffe, geregelt.

Monofolien in 60 Sekunden

  • Monofolien bestehen aus nur einer Materialschicht.
  • Folien aus Monomaterialien können aus mehreren Schichten desselben Polymers bestehen.
  • Monofolien gelten als gut wiederverwertbar und hoch recyclingfähig.
  • Es gibt sie in vielen Größen, Qualitäten und Stärken in denen sie als produktgerechte Verpackungen aller Industriezweige dienen.
  • Sie werden zum Produktschutz eingesetzt, d. h. sie bewahren vor Verunreinigung, verlängern die Mindesthaltbarkeit von Lebensmitteln und vereinfachen die Lieferung.
  • Es gibt sie bedruckt, farbig, transparent oder auch mit Laserperforationen versehen.

Woraus bestehen Monofolien und wofür werden sie verwendet?

PE-LD – Weich-Polyethylen

Flexible Folienverpackungen aus PE-LD oder LDPE sind besonders vielseitig einsetzbar. Neben ihrer Flexibilität und Reißfestigkeit zeichnen sie sich durch ihre hohe Barriere gegen Wasserdampf aus. Aus LDPE können Beutel, Stretchfolien und Schrumpffolien hergestellt werden. Letztere müssen im Verpackungsprozess erhitzt werden, damit sich das Material eng um das Packgut schmiegt.

Verwendung von LDPE-Monofolien:

  • Ladungssicherung
  • Lebensmittelverpackung
  • Bündelungen, z. B. von Getränken
  • Bau- und Abdeckfolie
  • Säcke, Beutel, Tragetaschen
  • Verpackung von Zeitungen

 

PE-HD – Hart-Polyethylen

Dieses Material hat eine höhere Dichte als LDPE und damit eine höhere Festigkeit. Zudem ist PE-HD (HDPE) weitaus hitzebeständiger als LDPE. Damit ist es geeignet für Heißabfüllungen bis 100 Grad Celsius. Hier einige typische Anwendungsfelder:

  • HDPE-Monofolien, z. B. für Lebensmittelverpackungen, Schutzfolien, Säcke, Beutel, Tragetaschen, Verpackung von Druckerzeugnissen
  • Flaschen/Kanister, z. B. für Reinigungsmittel
  • Rohre, z. B. für Kabel oder Trinkwasser
  • Lebensmittelverpackungen

PA – Polyamid

Als teilkristallines thermoplastisches Polymer bietet Polyamid eine hohe Festigkeit: Es ist zäh und steif, beständig gegenüber organischen Lösemitteln und verträgt tiefe Temperaturen. Polyamid kommt häufig als Barriereschicht in Verbundfolien in Kombination mit PE zum Einsatz. Als Monofolie gibt es nur wenige, sehr spezielle Anwendungsgebiete:

Verwendung von PA-Monofolien

  • Dampfbremsfolien im Hausbau
  • Konservierung und Restaurierung
  • Ski-Oberflächen

 

PP – Polypropylen

Polypropylen ist ebenfalls teilkristallin, gleichzeitig aber unpolar. Es gehört zur Gruppe der Polyolefine. Seine Eigenschaften ähneln Polyethylen, allerdings ist es härter und hitzebeständiger. Heißabfüllungen sind bis zu 125 Grad Celsius möglich. Zudem ist dieser Kunststoff beständig gegen Alkohol, Fette und organische Lösungsmittel. Als Standardkunststoff findet Polypropylen am zweithäufigsten Verwendung für Verpackungen in der Industrie. PP-Folien können auch für Blister und Deckelfolien eingesetzt werden.

Verwendung von PP-Monofolien:

  • Lebensmittel
  • Pharmazeutische Produkte
  • Verpackung von Kosmetik
  • Zeitschriften-Verpackung

Sind Monofolien eine umweltfreundliche Verpackungsalternative?

Einfache Monofolien sind leicht zu recyceln und damit umweltfreundlich. Generell gilt: Je weniger Fremdstoffe an der Folie haften, desto leichter kann sie recycelt werden und desto geringer sind die Kosten für Reinigung und Aufbereitung. Leider sind Lebensmittelverpackungen sehr häufig mit Lebensmittelresten kontaminiert.

 

Sortieranlagen können recyclingfähiges Monomaterial erkennen

Moderne Sortieranlagen können mit Verfahren wie der Nahinfrarot-Spektroskopie (NIR) die Molekülstrukturen von Folienmaterialien erkennen. Am besten gelingt das mit hellem und sauberem Ausgangsmaterial – mit Ruß eingefärbte, dunkle PE-Folien können durch die NIR nicht als recycelbares Polyethylen identifiziert werden.
Die erkannten Kunststoffe können aus dem Abfallstrom heraussortiert und einem hochwertigen werkstofflichen Recycling zugeführt werden. Werkstoffliches Recycling bedeutet, dass die Molekülstruktur erhalten bleibt. PE-Folien werden gereinigt, zerkleinert, eingeschmolzen und regranuliert. Aus den Rezyklaten können dann neue Folien hergestellt werden. 2019 wurden in Deutschland bereits 1,9 Millionen Tonnen an Kunststoffprodukten aus Rezyklaten hergestellt. Verpacken mit rezyklatbasierten Folien ist dementsprechend umweltfreundlich.

 

Monomaterial lässt sich leichter recyceln als Materialverbünde

Die Lebensmittelindustrie, aber auch andere Industriezweige, bevorzugen im Packaging zunehmend die nachhaltigere Lösung der Monofolie bzw. mehrlagige Folien aus Monomaterial – eben wegen der besseren Recycelbarkeit. Die im Lebensmittelbereich so wichtige Barrierefunktionen kann dabei nicht nur durch die Kombinationen verschiedener Polymere in einer Verbundfolie, z. B. PE in Kombination mit PA oder PP, erzielt werden, sondern auch durch EVOH (Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer). Dieser Stoff fungiert als Sperrschicht in mehrschichtigen Folien aus einem Rohstoff (PE oder PP). Beträgt der EVOH-Anteil maximal 5% in der Folie, sind keine Nachteile bei den Verarbeitungseigenschaften des Rezyklats zu befürchten – ein Plus für Industrie und Umwelt.

Für welche Produkte werden Monofolien eingesetzt?

 

Verpackung von Lebensmitteln

  • Tiefkühlkost
  • Backwaren
  • Süßwaren
  • Teigwaren
  • Gewürze
  • Obst, Gemüse und Salat
  • Tiernahrung

 

Verpackung im Non-Food Sektor

  • Hygieneprodukte
  • Kosmetika
  • Pharmazeutische Produkte

Gibt es Monofolien, die PVC und Aluminium in Verpackungen ersetzen können?

Im Bereich Pharma und Lebensmittel gibt es interessante Alternativen zu Aluminium und PVC in Blisterverpackungen. Diese werden üblicherweise aus PP-Tiefziehfolien in Kombination mit einer Deckelfolie aus Aluminium und PVC hergestellt. Das Unternehmen ETIMEX hat eine nachhaltige Variante entwickelt: Eine Mono-Blisterverpackung aus PP. Auch hier können Tabletten oder ähnliches wie gewohnt durch die Deckelfolie gedrückt werden. Diese Verpackung steht den traditionellen Varianten in Sachen Produktschutz in nichts nach.

Vorreiter bei nachhaltigen Folien seit 1998

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Mono statt Mehrschicht – Trend oder Zukunft?

Monofolien gelten – auch nach Inkrafttreten der Erweiterungen des Verpackungsgesetzes (VerpackG2) vom 1. Juli 2022 – als Material der Zukunft. Durch ihre Sortenreinheit können sie in Recyclingkreisläufen gut entsorgt, getrennt und wiederverwertet werden. Dabei liegt der Fokus aktueller Forschungsprojekte und neuer Innovationen darauf, sowohl die Entsorgung als auch den Schutz des Verpackungsguts im Blick zu haben, Produktionskosten inbegriffen. Wichtig ist, die weitreichenden Funktionen von Verbundfolien durch Lösungen zu ersetzten, die mehr Nachhaltigkeit bieten.

 

Kunststoffsiegelfolien aus PE und PET

Sortenreine Kunststoffsiegelfolien aus PP und PET ersetzen Siegelmaterialien aus Verbundfolie. Diese Monofolien bestechen durch hervorragenden Produktschutz wie Zuverlässigkeit in Sachen Wasserdampf- und Sauerstoffbarriere, was durch sehr geringen Einsatz von Ressourcen erreicht wird. Und: Sie dienen der Versiegelung von Produkten aller Branchen. Eine Siegelung gegen PP und PET ermöglicht zudem die gemeinsame Entsorgung im Recyclingstrom.

 

Forschungsprojekt Standbodenbeutel aus Monomaterialien

Ähnliche Innovationen sind aus Forschungsprojekten zu erwarten, die teils vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert werden: Pouch-Verpackungen, mitunter sogar aluminiumbeschichtet, bestehen meist noch aus Verpackungsfolien im Mehrschichtverfahren. Das macht sie nicht recycelbar. Diese Standbodenbeutel sollen zukünftig zu mindestens 80 Prozent biobasiert und leicht zu recyceln sein. Hier liegt ein mögliches Einsatzgebiet für Monofolien. Allerdings müssen Sie die gleiche Stabilität und Steifheit bieten und gleichzeitig die benötigte Sperrwirkung gegen Gase, Aromastoffe und Dämpfe. Gelingt das, könnten Hersteller ihr Angebot an Trockenfrüchten und Nüssen, Reis, Getränken, auch Fertiggerichten, Kosmetika und vielem mehr in Zukunft in Standbodenbeuteln aus nachhaltigen Monofolien verkaufen.

DUO EARTH 3

Recycelbare Barrierefolie aus reinem PE

  • Stärken: 80 – 180 µm
  • 100 % recycelbar
  • siegelt ab 85 °C
  • transparent, bedruckbar
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Privat: DUO Barrier Films

Sichere Barrierefolien

  • hohe Sauerstoffbarriere
  • gute Transparenz
  • siegelt mit PE oder PP
  • Farbe, Antifog, Hot-Tack uvm.
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DUO PLUS COMPACT

Universal Agrarstretchfolie

  • Stärken: 22 und 25 µm
  • Breiten/Längen 25 µm:
    500 mm x 1.800 m;
    750 mm x 1.500 m
  • Breiten/Längen 22µm:
    500 mm x 2.000 m;
    750 mm x 1.650 m;
    optional 750 mm x 1.900 m
  • Farben: schwarz, grün, weiß
  • Mehr als 90% Vordehnung
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DUO EARTH AGRO

Umweltfreundliche Agrarstretchfolie

  • Stärke: 25 µm
  • Breiten/Längen:
    500 mm x 1.800 m,
    750 mm x 1.500 m
  • Farben: weiß & ozeanblau
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DUO CLEAN SILENT

Premium Agrarstretchfolie

  • Stärke: 25 µm
  • Breite; Länge:
    500 mm x 1.800 m;
    750 mm x 1.500 m
  • Farben: weiß & moosgrün
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DUO BOND

Netzersatz-Folie

  • Stärke: 15 µm
  • Breiten/Längen: 1.280 mm x 2.000 m;
    1.380 mm x 2.000 m
  • Farben: transparent
  • Ohne UV-Stabilität
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    Diese Folie kann auch nachhaltig produziert werden.
    • 100% recyclingfähig
    • Biobasiert aus Tallöl
    • Rezyklat aus gebrauchten Folien
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