Primärverpackung

Verpackungswissen

Primärverpackung – Was ist das?

Primärverpackungen bezeichnen Packmittel, die in den direkten Kontakt mit dem eigentlichen Produkt kommen. Der Inhalt der Verpackung ist also nach dem Öffnen der Primärverpackung sofort und direkt zugänglich. In der Pharma- und Lebensmittelindustrie unterliegt diese Verpackung besonderen Anforderungen, die sowohl bei der Fertigung selbst als auch für die Verpackungsmaterial-Eigenschaften zu berücksichtigen sind.

 

Herstellung – Wie wird Primärverpackung hergestellt?

Für die Herstellung von Primärverpackungen gelten in der Pharma- und Lebensmittelindustrie gesetzliche Vorgaben, die zwingend eingehalten werden müssen. Bereits seit vielen Jahren gibt es hierfür ein ständig weiterentwickeltes Normenwerk. Neben der deutschen DIN-Norm, gibt es die europäische EN-Richtlinie sowie die darüber gültige internationale ISO-Norm. Hier werden Bedingungen für Design, Maße und Toleranzen sowie Funktionalität von Primärverpackungen, aber auch Anforderungen an physikalische, chemische, biologische Anforderungen und (Identifizierung von) Elastomer-Bestandteile festgelegt. Weiterhin findet sich dort auch die Festlegung der Qualitätsmanagement-Systeme.

Beispiele für Primärverpackungs-Materialien sind Glas, Holz, Metall und Kunststoff (bspw. Weißblechdosen, Kunststoffflaschen, Gläser, Aluminium- oder Kunststofffolien). Hierbei können verwendete Kunststoffe beispielsweise Polypropylen, Polystyrol oder Polyethylen sein.

Anwendungszweck – Wofür wird Primärverpackung gebraucht?

Grundsätzlich sollen Primärverpackungen den Inhalt vor jeglicher Form von Beeinträchtigung schützen.

In der Lebensmittelbranche werden Verpackungen mit Direktkontakt zum Produkt dafür eingesetzt, Produkt-Eigenschaften wie bspw. Haltbarkeit, Aroma, Feuchtigkeit aber auch Kennzeichnung des Inhaltes zu gewährleisten. Die Primärverpackung muss also Eigenschaften wie bspw. hohe Durchstoß-Festigkeit, aber auch Weiterreißfestigkeit aufweisen, um das Produkt gleichzeitig zu schützen.

Beispiele Pharma-Industrie

Eine Primärverpackung, die in der Pharma-Industrie eingesetzt werden soll, darf trotz Direktkontakt mit dem Inhaltsstoff mit diesem bspw. nicht reagieren oder auch den Inhalt verändern (Partikelkontamination). Als Beispiel kann eine sterile, vorgefüllte Spritze aus Glas oder einem hochwertigen Kunststoff aufgeführt werden. Das meist hochsensible Medikament wird durch die Primärverpackung bis zur Verwendung durch den Endverbraucher vor Verunreinigung, hoher Luftfeuchtigkeit aber auch UV-Strahlung geschützt. Der eingesetzte Kunststoff darf somit also u.a. nur bestimmte, zugelassene Weichmacher enthalten.

Beispiele Lebensmittelbranche

Auch Folien, die der Transportsicherung dienen, können Primärverpackung sein. Hierfür stehen Food-Contact-Folien zur Verfügung, welche dank Einfärbung direkt erkennen lassen, ob Folien-Rückstände auf den Lebensmitteln haften und sind zudem recyclebar. Durch Folienstärken-Reduzierungen lassen sich Material-Ersparnisse realisieren, die die heute vermehrt auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Arbeitsweise unterstützen. Weiterhin sind hierbei Haft- sowie Rückhalte-Eigenschaften der eingesetzten Folienqualität bei Primärverpackungen von gravierender Bedeutung. So können bei optimaler Transportsicherheit ggf. sogar bis dahin eingesetzte Primärverpackungen überarbeitet oder sogar ersetzt werden.

Anwendungsbereich – Wo wird Primärverpackung eingesetzt?

In allen Bereichen, wo Produkte geschützt und gekennzeichnet werden müssen, ist der Einsatz von Primärverpackungen üblich.

Auswahlkriterien für Primärpackmittel sind unter dem Aspekt der Produktstabilität – Licht- und Feuchtigkeitsempfindlichkeit, Wechselwirkung und Inkompatibilitäten. Ein weiterer Aspekt ist der Abpackprozess, für welchen die Verarbeitbarkeit des Materials zu beachten ist. Unter dem Aspekt der Marketinganforderung spielen Kriterien wie Farben, Blisterform sowie -material, aber auch Entnehmbarkeit und Preis eine entscheidende Rolle.

Zuletzt sind natürlich die regulatorischen Anforderungen wie Kennzeichnung, Bedruckung und bspw. Kindersicherung bei Primärverpackungen wichtige Kriterien. Ebenso dürfen in der Primärverpackung bestimmte Weichmacher nicht enthalten sein. Meist sind Lebensmittelfolien als Barriere-Folie oder Mehrschichtfolie in mehreren Folienstärken erhältlich.

Besonderheiten / Zusatzinformation – Wissenswertes zu Primärverpackung

Die Fertigung der Verpackung erfolgt unter Beachtung spezieller Hygiene-Standards gemäß EU-Verordnung Nr. 10/21. Um die Lebensmittelsicherheit und die Qualität von Verpackungsfolien zu gewährleisten, sollten Verpackungshersteller für Primärverpackungen gewählt werden, welche die international anerkannte BRC Global Standard-Zertifizierung besitzen.

Folie

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  • Folie ist ein Flächengebilde aus sehr dünnem Kunststoff. Kunststofffolien bestehen häufig aus rohölbasiertem Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP). Mittlerweile gibt es auch Folien aus nachwachsenden, biobasierten Kunststoffen auf Stärke-, Zucker- oder Cellulosebasis. Durch einen mehrschichtigen Aufbau können sie Spezifikationen wie Dampfsperre, Atmungsaktivität, Luftundurchlässigkeit, UV-Stabilität etc. erhalten.
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Formkörper

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  • Formkörper im Bereich der Verpackung bezeichnen in der Regel Hohlkörper, die überwiegend durch Extrusionsblasformen hergestellt werden. Sie dienen der späteren Aufnahme meist flüssiger oder pulverförmiger Stoffe, deren Transport und Lagerung.
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Papier

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  • Papier ist ein Faservlies aus organischen Fasern. Durch Verfilzen und Verleimen von Pflanzenfasern mit Papier- und Stoffresten, welche dann zu einer dünnen und glatten Schicht gepresst werden, entsteht ein Material, das vorwiegend zum Beschreiben und Bedrucken oder zum Verpacken gebraucht wird.
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Blasfolie

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  • Blasfolien bestehen aus thermoplastischem Kunststoff. Die Herstellung erfolgt auf speziellen Extrusionsanlagen, bei der das geschmolzene Kunststoff-Granulat zu einem hauchdünnen Schlauch aufgeblasen wird. Blasfolien haben eine exzellente Dehn- und Reißfestigkeit in Längs- und Querrichtung. Geblasene Stretchfolien werden hauptsächlich für Verpackungen verwendet.
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Castfolie

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  • Castfolien (Cast-Films) werden im sogenannten Gießverfahren hergestellt. Hierfür wird das Kunststoff-Granulat zunächst im Extruder geschmolzen. Die entstehende Kunststoffschmelze wird anschließend durch eine Breitschlitzdüse gepresst, über eine wassergekühlte Walze geleitet und aufgewickelt. Castfolien sind hochtransparent, sehr reiß- und durchstoßfest und lassen sich in Längsrichtung sehr gut dehnen. Sie werden als Verpackungsfolien verwendet.
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    Diese Folie kann auch nachhaltig produziert werden.
    • 100% recyclingfähig
    • Biobasiert aus Tallöl
    • Rezyklat aus gebrauchten Folien
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