Verbundfolien

Verpackungswissen

Was sind Verbundfolien?

Unter Verbundfolien bzw. Multilayer-Folien versteht man Folien, die aus zwei oder mehr Schichten ähnlicher oder unterschiedlicher Materialien bestehen. Neben vielfältig kombinierbaren Kunststoffarten wie Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) können dies auch Metalle wie Aluminium oder Kupfer sowie Papier oder textile Stoffe sein. Verbundfolien zeichnen sich durch besondere Eigenschaften wie hohe Reißfestigkeit, UV-Schutz, Barrierewirkung oder Beständigkeit gegen Hitze und Kälte aus.

 

Verbundfolien in 60 Sekunden

  • Multilayer-Folien sind thermoplastische Folien aus mehreren zusammengefügten Schichten
  • Verbund von Kunststoffen, Metallen, Papier und/oder textile Stoffe
  • Eigenschaften sind abhängig von der Materialkombination, z. B. hohe Reißfestigkeit, UV-Schutz, Barrierewirkung, Temperaturbeständigkeit
  • Vielfältige Anwendungen, z. B. Verpackung von Lebensmitteln, Tiernahrung, Kosmetika, pharmazeutischen und technischen Produkten
  • Recycling von Verbund- und Multilayer-Folien ist bislang schwierig und aufwendig

 

Woraus bestehen Verbundfolien?

Zu den Materialien, aus denen Multilayer-Folien hergestellt werden, zählen beispielsweise:

  • Kunststoffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyester, Polyethylenterephthalat (PET), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyamid (PA)
  • Metalle wie Aluminium, Kupfer und Edelstahl
  • Papier
  • Zellglas
  • Textilien

Meist bestehen sie aus einer Trägerschicht sowie Siegel- und Barriereschichten. Derzeit werden zwischen zwei und sechs verschiedene Folienschichten miteinander verbunden – hierfür werden Haftvermittler und Klebstoffe eingesetzt. Es gibt jedoch bereits Anlagen, die noch mehr Schichten fertigen können. Zudem können die Verbundfolien mit weiteren Substanzen versehen werden, um sie mit bestimmten Eigenschaften auszustatten. Dazu zählen beispielsweise Barrierestoffe wie Ethyl-Vinylalkohol (EVOH) sowie antistatische Lackierungen.

 

Wofür werden Verbundfolien verwendet?

Um Produkte bedarfsgerecht und sicher zu verpacken sowie platzsparend zu lagern, zu verladen und zu transportieren, werden durch den Verbund unterschiedlichster Materialien mit bestimmten Eigenschaften möglichst exakt angepasste Verbundverpackungen umgesetzt.

Verderbliche Waren wie Lebensmittel, Futtermittel und medizinische Produkte benötigen beispielsweise eine Verpackung, die wirksamen Schutz vor Feuchtigkeit, Schmutz und Staub bietet und die Haltbarkeit verlängert. Alternativen zu diesen Verbundfolien sind Mono-Barrierefolien.

Für empfindliche technische Produkte werden Folien und Verbundfolien benötigt, die unter anderem antistatische Eigenschaften haben. Je nach Bedarf können mehrschichtige Folien besonders flexibel und strapazierfähig sein, eine Barriere gegen Flüssigkeiten bilden oder Produkte vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung, Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen schützen. Auf diese Weise gelangen die verpackten Waren sicher und unbeschadet an den Zielort bzw. zum Abnehmer.

 

Welche Branchen setzen Verbundfolien ein?

Typische Branchen und Unternehmen, die Multilayer-Folien nutzen, sind unter anderen:

  • Lebensmittelbranche
  • Tierfutterhersteller
  • Pharmabranche
  • Kosmetikbranche
  • Technische Branchen
  • Chemiebranche, z. B. Hersteller von Reinigungsmitteln
  • Baubranche, z. B. Trägerfolie für Dämmmaterialien

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Welche Vorteile bieten mehrschichtige Folien?

Grundsätzlich vereinen Mehrschicht-/Multilayer-Folien die Vorteile der jeweiligen Folienschichten und erlauben eine optimal angepasste, platzsparende und leichtgewichtige Warenverpackung. Dazu können die einzelnen Folienschichten durch Coextrusion oder durch Laminierung miteinander verbunden werden. Je nach Ausgangsmaterialien und deren Kombination bieten flexible Mehrschichtfolien viele vorteilhafte Eigenschaften.

Wie gut lassen sich Verbundfolien recyceln?

Multilayer-Folien sind derzeit kaum nachhaltig, ressourcenschonend oder umweltfreundlich. Insbesondere das Folien-Recycling stellt eine Herausforderung dar, da größtenteils noch die Technologien fehlen, um Verbundfolien von anderen Kunststoff-Abfällen zu unterscheiden, zu sortieren und zu trennen.

Eingeschränkte Verwertbarkeit

Verschiedenartige Kunststoffe mit unterschiedlichen chemischen und funktionalen Eigenschaften sind häufig nicht kompatibel und können bislang meist nur als Monomaterialien recycelt werden. Ein Grund dafür ist beispielsweise ein unterschiedlicher Schmelzpunkt verschiedener Kunststoffarten. Wenn also die Kunststoffe nicht sortenrein getrennt werden können, sinkt die Qualität und Verwertbarkeit der Sekundärrohstoffe bzw. Rezyklate. Zudem sind es nicht immer Kunststoffe, die miteinander verbunden werden – manche Verbindungen können derzeit noch gar nicht gelöst werden.

 

Kann man Verbundfolien nachhaltig recyceln?

Das Recycling ist aufwendig und nicht rückstandsfrei. Verbundfolien sind nur schwer zu recyceln, weil die Technologie zu ihrer Identifikation und Trennung in Monomaterialien noch nicht ausgereift ist. Allerdings forscht man an unterschiedlichen Ansätzen, um dieses Problem zu lösen.

In Österreich zielt ein Universitäts-Projekt mit dem Namen „Multilayer Detection“ auf eine optimierte Sortiertechnologie zur Trennung von Mono- und Multilayermaterialien. Hierbei werden neue Sensorsortiermethoden auf Grundlage der Nah-Infrarot-Spektroskopie angewendet.

Eine Schwäche der Nahinfrarottechnik ist, dass sie zwar zwischen PE, PP und PET differenzieren kann, allerdings nicht mit der für ein hochwertiges Recycling notwendigen Genauigkeit bzgl. der chemischen Zusammensetzung der Polymere. Hierfür ist ein 96%-iger Reinheitsgrad erforderlich. Diesem Problem hat sich jüngst ein interdisziplinäres Forscherteam der Universität Aarhus in Dänemark gewidmet. Mithilfe der Hyperspektralkameratechnologie ist es ihnen gelungen, die in den Haushalten am häufigsten verwendeten 12 Kunststoffarten zu differenzieren. Damit geben sich die Forschenden jedoch noch nicht zufrieden. Sie wollen in Zukunft noch feiner zwischen Polymertypen und Zusatzstoffen differenzieren können, damit letztlich 100% der Kunststoffabfälle wiederverwertet werden können.

Eine Alternative zu herkömmlichen Verbundfolien aus Kunststoff ist eine innovative heimkompostierbare Mehrschichtfolie, die aus einer Trägerschicht aus Papier und einer inneren Siegelschicht aus teilweise biobasiertem Biopolymer besteht. Beide Schichten sind durch wasserbasierten Eco-Klebstoff miteinander verbunden. Die Entwicklung wurde von BASF und dem schwedischen Verpackungsunternehmen BillerudKorsnäs gemeinsam vorangetrieben.

 

Gibt es Verbundfolien-Alternativen?

Als nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Multilayerfolien bieten sich Barrierefolien an, die zu 100 % recyclingfähig sind. So hat DUO PLAST speziell für die Verpackung von Lebensmitteln die recycelbare Barrierefolie DUO EARTH 3 entwickelt. Die reine Mono-PE-Folie bietet optimalen Schutz für empfindliche Waren und ist darüber hinaus besonders nachhaltig – auch mit mehr als 5 % EVOH in der Gesamtfolie.

Diese Folie schützt optimal vor äußeren Einflüssen wie Luft und Feuchtigkeit und bewahrt das Aroma im Inneren der Verpackung. Die Mono-Barrierefolie verbessert die Haltbarkeit von Lebensmitteln und ermöglicht aufgrund ihrer hohen Transparenz und guten Bedruckbarkeit eine attraktive Warenpräsentation. Die DUO EARTH 3 Barrierefolie besitzt zudem eine hohe Steifigkeit, was sie zum idealen Material für Standbodenbeutel macht.

DUO EARTH 3

Recycelbare Barrierefolie aus reinem PE

  • Stärken: 80 – 180 µm
  • 100 % recycelbar
  • siegelt ab 85 °C
  • transparent, bedruckbar
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    • 100% recyclingfähig
    • Biobasiert aus Tallöl
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