Verpackung

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Verpackung – was ist das? Grundvoraussetzung für Schutz und Handhabung von Produkten

Verpackung – Definition

Nach §3 des Verpackungsgesetzes (VerpackG) sind „Verpackungen … aus beliebigen Materialien hergestellte Erzeugnisse zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung oder zur Darbietung von Waren…“, unter dem Aspekt, dass „…deren direkte Berührung sowie Transportschäden vermieden werden…“

Geschichte der Verpackung

Verpackung hat eine lange Geschichte. Es ist davon auszugehen, dass sie mit der Notwendigkeit entstand, Lebensmittel aufzubewahren, zu transportieren und länger haltbar zu machen. Verwendete man anfangs dazu Hilfsmittel, die die Menschen in der Natur fanden, wurden im Verlauf der Zeit viele hochspezialisierte Materialien entwickelt, die funktionelle Aufgaben übernehmen und inzwischen für diverse Anwendungen unabdingbar sind. Ob Leder, Tonschalen, Textilien, Papier, Metall oder Kunststoff – jede Entwicklung setzte neue Akzente und führte zur Ausbildung ganzer Industrien.

Moderne Verpackung hat neben den ursprünglichen Funktionen auch immer mehr Werbefunktion. Sie soll zum Kauf animieren oder in anderer Form Informationsträger sein. Unternehmen und Designer stecken viel Geld und Kreativität in immer neue Ideen, um in unserer schnelllebigen Zeit Wettbewerbsvorteile auch aus Verpackung zu generieren. Dies ist ein Grund, warum sich ein anderes Erfordernis nicht im gleichen Maße mitentwickelte wie die Verpackung, nämlich die Notwendigkeit der Entsorgung oder Wiederverwendung.

Die Welt steht vor großer Verantwortung, was den Schutz der Ressourcen als auch der Umwelt angeht. Dazu gehört in bedeutendem Maße auch der Umgang mit benötigten und genutzten Verpackungen.

Verpackungsmaterialien und Verpackungstechnik auf den Punkt gebracht

Sei es als Primärverpackung, Sekundärverpackung oder Tertiärverpackung: Für Unternehmen und Nutzer ist die Verpackung aus der Produktion, dem Vertrieb und dem Warenverkehr nicht mehr wegzudenken. Als Formkörper, Folie oder Blister in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie gewährleistet sie Hygiene, Schutz und Haltbarkeit; als Umverpackung ermöglicht sie eine einfachere Lagerung; als Transportverpackung sorgt sie für maximale Ladungssicherung. Dabei wird jede Verpackungsstufe zur besseren Nachverfolgung von der Verpackungstechnik mit einem Barcode gekennzeichnet. Grundsätzlich muss das Verpackungsmaterial so leicht und robust wie möglich sein und perfekt auf das jeweilige Packgut abgestimmt werden. Was Sie bei der Wahl der richtigen Verpackung beachten müssen, erfahren Sie neben vielen Grundinformationen bei uns.

Herstellung von Verpackungen

Die am meisten verwendeten Rohstoffe für Verpackungen bestehen aus Metall, Glas, Karton oder Kunststoff. Dementsprechend werden zur Herstellung die benötigten Produktionsverfahren eingesetzt, die sich im Laufe der Zeit für die jeweiligen Materialien entwickelt haben.

Während das Schmelzen von Glas oder das Walzen von Metall eine lange Historie aufweisen, sind andere Verfahren vergleichsweise jung. Beispielhaft sei hier die Herstellung von funktionellen Barrierefolien aus Kunststoff genannt, die sich erst in den letzten 15 Jahren etabliert hat.

Da Verpackungen in der Regel Massenprodukte sind und einem hohen Kostendruck unterliegen, gehen aktuelle Entwicklungen bei der Herstellung häufig in den Bereich innovativer Lösungen, um Materialverbräuche zu senken und Ressourcen zu schonen. Verpackungen werden zunehmend leichter, dünner, widerstandsfähiger. Und sie werden zunehmend regeneriert und wiederverwendet.

Verpackungsarten

Verpackungen werden beispielsweise nach ihrer Nutzung in Einwegverpackungen und Mehrwegverpackungen unterschieden. Durch die aktuell verstärkte Umweltdiskussion sind Verpackungen für den einmaligen Gebrauch wie Geschenk- oder Serviceverpackungen sehr im Fokus und werden zunehmend kritisch hinterfragt. Mehrwegverpackungen tragen grundsätzlich zur Umweltentlastung bei, wobei es auch hier ständige Entwicklungen zu dünnwandigeren, günstigeren bzw. einfacher zu regenerierenden Formen gibt.

Hilfsmittel für Ladeeinheiten

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  • Um eine hohe Transportsicherung zu gewährleisten und Unfälle im Straßenverkehr durch eine rutschende Ladung zu verhindern, reicht eine Versand- und Transportverpackung in der Regel nicht aus. Vielmehr gilt es, den Transport zusätzlich durch adäquate Hilfsmittel gemäß den „anerkannten Regeln der Technik“ zu sichern. Verantwortlich für die Transportsicherung und die Ladung sind der Fahrer des LKWs und der Verlader.
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Verpackungsgesetz

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  • Früher gab es die Verpackungsverordnung, heute gibt es das Verpackungsgesetz. Wieso? Weil mit dem Verpackungsgesetz (VerpackG) vom 5. Juli 2017 die EU-Vorgaben der Richtlinie 94/62/EG für Verpackungen und Verpackungsabfälle in nationales Recht umgesetzt wurden. Es basiert auf der alten Verpackungsverordnung (VerpackV) und trat am 1. Januar 2019 in Kraft. Durch das neue Verpackungsgesetz wurde die alte Verpackungsverordnung (VerpackV) ersetzt.
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Primärverpackung

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  • Eine Primärverpackung ist die letzte Verpackung im Verpackungsprozess und berührt das Produkt unmittelbar. Daher unterliegt sie in der Lebensmittel- und Arzneimittelindustrie bestimmten gesetzlichen Anforderungen und muss je nach Packgut spezielle Eigenschaften vorweisen.
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Sekundärverpackung

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  • Sekundärverpackungen haben keinen direkten Kontakt zum Inhalt, so dass die hygienischen Anforderungen an die Verpackungstechnik deutlich niedriger sind als bei Primärverpackungen. Sie fassen in der Regel mehrere Packgüter zu einem Packstück (Charge) zusammen und werden daher auch als Umverpackung bezeichnet. In vielen Fällen werden sie durch Füllmaterial wie Luftpolsterfolie, Verpackungschips oder Packpapier ausgepolstert, so dass die Ware zusätzlich für den Transport gesichert wird.
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Versand- und Transportverpackung

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  • Die Versand- und Transportverpackung oder auch Tertiärverpackung ist ein maßgeblicher Bestandteil der Ladungssicherung, schützt Packgüter und Packstücke vor Transportschäden und fixiert die Ladung sicher auf der Palette gegen auftretende Kräfte. Zu diesem Zweck werden häufig elastische Stretchfolien und Verpackungsfolien mit hoher Reißdehnung eingesetzt, die sich flexibel an die jeweilige Paletten- und Produktform anpassen und die Inhalte vor Witterungseinflüssen und Verschmutzung schützen.
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Funktionen von Verpackungen

Nach ihren Funktionen unterscheidet man Verpackungen in Schutzverpackungen, Lager-, Versand- und Transportverpackungen sowie Verkaufsverpackungen, wobei sich Funktionen häufig überlagern.

Die Schutzfunktion bezieht sich auf Umwelteinflüsse, Verschmutzung und Beschädigung bzw. Verlust von Packgütern oder auch den Schutz der Umwelt vor dem Packgut selbst wie zum Beispiel bei giftigen Stoffen.

Um Produkte nach ihrer Fertigung bis zum Zeitpunkt der Verwendung zu lagern, sind geeignete Umverpackungen erforderlich, die in der Regel auch Transportfunktionen übernehmen. Häufig greifen die Verwender auf genormte Lager- und Transportmittel zurück, welche das Handling erleichtern und durch einen Kreislaufprozess mehrfach verwendet werden können.

Die Versand- und Transportverpackung oder auch Tertiärverpackung ist ein maßgeblicher Bestandteil der Ladungssicherung, schützt Packgüter und Packstücke vor Transportschäden und fixiert die Ladung sicher auf der Palette gegen auftretende Kräfte. Zu diesem Zweck werden häufig elastische Stretchfolien und Verpackungsfolien mit hoher Reißdehnung eingesetzt, die sich flexibel an die jeweilige Paletten- und Produktform anpassen und die Inhalte vor Witterungseinflüssen und Verschmutzung schützen. Um die Ladung und Entladung von LKWs oder sonstigen Fahrzeugen zu erleichtern, sollten sie darüber hinaus eine glatte, nicht verklebende Außenseite aufweisen. Vielfach besteht das Verpackungsmaterial aus 100 % PE und ist umweltfreundlich und recycelbar.

Bei der Verkaufsverpackung letztlich sind Aspekte wie Werbung und Marketing, Information, Kommunikation, Dosier- und Entnahmefunktionen wichtige Grundlagen für die Gestaltung der Verpackung. Wiedererkennung durch den Endkunden, Beeinflussung der Kaufentscheidungen, Vermittlung von Auskünften über Inhaltsstoffe oder die Haltbarkeit von Produkten fließen in die Konstruktion und Aufmachung von Verkaufsverpackungen ein.

Bestandteile der Verpackung

Hauptbestandteil der Verpackung ist das Packmittel, welches aus Packstoffen besteht und geeignet sein muss, das Packgut zu umschließen oder zusammenzuhalten, so dass es gelagert, transportiert und verkauft werden kann.

Packhilfsmitteln dagegen sind Hilfsmittel zum Verschließen von Packmitteln (wie zum Beispiel Klebeband oder Umreifungsband), dem Polstern derselben (durch Schaumstoffe, Papier- oder Luftpolster) oder mit anderen Funktionen (Etikettieren, Verplomben).

Transportverpackung und Ladungssicherheit

Um eine hohe Transportsicherung zu gewährleisten und Unfälle im Straßenverkehr sowie Transportgutschäden durch verrutschende Ladung zu verhindern, reicht eine einfache Versand- und Transportverpackung in der Regel nicht aus. Vielmehr gilt es, den Transport zusätzlich durch adäquate Hilfsmittel gemäß den „anerkannten Regeln der Technik“ zu sichern. Verantwortlich für die Transportsicherung und die Ladung sind der Fahrer des LKWs und der Verlader der zu transportierenden Waren.

Basis eines sicheren Transportes ist eine gesicherte Ladeeinheit. Hierzu haben sich in den letzten Jahren geeignete Normen und Richtlinien entwickelt, die zum Ziel haben, möglichst ohne zusätzliche Hilfsmittel kompakte und stabile Paletten bzw. Ladeeinheiten zu generieren. Seit einiger Zeit ist es sogar möglich, unabhängig vom laufenden Produktionsprozess Ladeeinheiten in Prüflaboren zu entwickeln und auf ihre Stabilität hin zu testen.

Durch Verwendung zusätzlicher Hilfsmittel wie Kantenschutz, Antirutschfolien oder Antirutschpapier werden höhere Anforderungen abgefedert. Auch diese Materialien dienen dem Erhalt einer stabilen Ladeeinheit bei Belastungen aus dem Transport.

Maßnahmen der zusätzlichen Ladungssicherung auf Lkws oder anderen Transportmitteln ist eine Kombination aus Antirutschmatten und Zurrgurten, was den Reibungskoeffizienten zum Boden massiv erhöht und dadurch für eine verbesserte Ladungssicherung sorgt.

Effiziente Verpackungsprozesse

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  • Die Verpackungsentwicklung schließt die Analyse und Optimierung der primären und sekundären Produktverpackung im richtigen Zusammenspiel mit einer geeigneten Transportverpackung ein. Um eine kosteneffiziente und sichere Ladeeinheit zu generieren, ist die optimale Verteilung der verschiedenen Verpackungslösungen wichtig.
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Schulung für Ladungssicherung

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  • Warum sind nur ca. 60 % der Ladung korrekt gesichert? Liegt es an der knappen Zeit, am fehlenden Bewusstsein für die Folgen unzureichender Ladungssicherung oder an der fehlenden Kompetenz? Zeit können wir Ihnen nicht geben. Dafür können Sie aber in unseren Weiterbildungen und Schulungen zur Ladeeinheitensicherung, in den Schulungsräumen des Technologiezentrums DUO LAB, hautnah erleben, wie Beschleunigungen, Kurvenfahrten etc. auf Ladeeinheiten wirken.
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